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Mindset

Generell wird zwischen zwei verschiedenen Kategorien unterschieden – dem Fixed und dem Growth Mindset. Auch wenn viele der Meinung sind es gibt nur die eine oder die andere Denkweise, liegt die Realität meiner Meinung nach immer irgendwo dazwischen. In meinen Augen gibt es in diesem Fall kein Orange oder Grün ohne verschiedene Gelbtöne. Die Frage ist vielmehr, in welche Richtung man in den verschiedenen Bereichen Beruf, Beziehung, Sport oder Ernährung tendiert? Doch zuvor eine kurze Erklärung der beiden Begriffe:


Growth Mindset:
Menschen mit einem Growth Mindset handeln lösungsorientiert. Sie glauben an die eigene Lernfähigkeit und gehen davon aus, dass sich alle Fähigkeiten weiterentwickeln können. Sie sind neuen Herausforderungen offen eingestellt, sind experimentierfreudig, handeln dynamisch und reaktiv und können sich selbst immer wieder motivieren. Sie bleiben am Ball, auch wenn die Umstände schwieriger werden, riskieren etwas und nehmen auch Misserfolge in Kauf, um dazuzulernen. Menschen mit einem Growth Mindset wachsen immer wieder über sich selbst hinaus. Mit der Überzeugung „es selbst in der Hand zu haben“, arbeiten sie stetig daran ihre Lebensträume und Wünsche umzusetzen. 

 

Fixed Mindset:
Im Gegensatz dazu haben Menschen mit einem Fixed Mindset ein eher statisches Selbstbild. Oft werden Fähigkeiten eher einem Talent oder der Genetik zugeschrieben als harter Arbeit. Scheitert man an einer Aufgabe, wird dies auf eine offenbar fehlende Begabung zurückgeführt. Neuen Herausforderungen gegenüber ist man eher skeptisch und verhalten eingestellt, vor allem wenn das Risiko einen Misserfolg zu erleiden gegeben ist. Man hält sich an das, was man kann, an Aufgaben, bei welchen man sicher abliefert. Floskeln wie: „dafür habe ich keine Zeit“, „die genetische Veranlagung ist besser“, „dafür bin ich zu alt“ oder „das lerne ich nie“ zeichnen einen Menschen mit einem Fixed Mindset aus. Sobald etwas anstrengend wird und nicht nach Plan verläuft, ist die Wahrscheinlichkeit einer Aufgabe/Kapitulation hoch.

Um einmal kurz das Thema Genetik in Bezug zum Sport aufzugreifen: In meinen Augen limitiert die Genetik keinen Breitensportler. Ich unterstreiche hier vollkommen die Aussage von Wolfgang Unsoeld, der dazu meinte: „Genetik ist nur eine Tendenz und schon mal gar kein Schicksal.“

Ein Growth Mindset ist ein dynamisches Mindset, welches ein stetiges Wachsen begrüßt wohingegen ein Fixed Mindset eher limitierend wirkt. Doch was tun? Eine Änderung des Mindsets kommt nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess und erfordert Durchhaltevermögen. Setz Dich nicht unter Druck und plane regelmäßig Zeit zum Reflektieren ein. Prioritäten setzen, neues lernen, sich weiterentwickeln, wachsen in dem was einen begeistert, auf ein Ziel hinarbeiten und bei Rückschlägen nicht zu kapitulieren, sondern stärker zu werden. Erfolge feiern und stolz sein auf sich selbst. Klingt gut? Hinterfrage regelmäßig: Wie ist mein Mindset in dieser Situation oder diesem Lebensbereich und gefällt mir meine Denkweise? Gibt es Auslöser für diese Denkweise, wie Personen, die mich beeinflussen oder bestimmte Gefühlszustände? Die Arbeit lohnt sich. Der Rahmen, in dem Du Dich selbst siehst, wird lediglich durch Dein Denken bestimmt.